Die Heizung steht auf 20 Grad, dennoch fühlt sich das Zimmer kühl an. Häufig steckt nicht der Kessel dahinter, sondern etwas Offenes in der Wand: Unterputz-Steckdosen, deren schlecht abgedichtete Dosen und Leitungsführungen kalte Luft ins Haus ziehen. Solche unbemerkten Leckagen kühlen die Oberflächen, erhöhen die Wärmeverluste und lassen die Heizkosten steigen. Das lässt sich rasch erkennen und mit kleinen, günstigen Schritten eindämmen.
Ein versteckter übeltäter im winter
Die heizkosten steigen, doch in vielen wohnungen bleibt es zugig. Oft steckt ein unscheinbarer schuldiger dahinter: luftinfiltrationen über steckdosen und schalter. Kalte außenluft dringt durch die wand, kühlt oberflächen ab und erzeugt spürbare zugstrecken entlang der sockelleiste. Das wirkt klein, ist aber messbar. Kann so wenig wirklich so viel kosten? Ja, denn je nach wohnung summieren sich solche lecks auf bis zu 120 euro pro jahr und verschlechtern zugleich den wärmekomfort.
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Warum steckdosen wärme entziehen können
Hinter der abdeckung sitzt eine unterputzdose, durch die leitungen geführt werden. Diese dose ist häufig mit hohlräumen oder schächten verbunden, die bis in kalte bereiche reichen. Fehlt eine luftdichte trennung, entsteht ein druckgefälle zwischen außen und innen. Wind und kaminzug wirken dann wie pumpen: sie ziehen kalte luft durch die leitungen in den raum. Jede undichte dose wird zur kleinen durchzugsschleuse, die die wandfläche lokal auskühlt.
So erkennst du luftlecks
Viele merken das erst, wenn der wind auffrischt. Ein schneller check genügt oft: fühle mit der hand um die steckdosen herum, vor allem an außenwänden. Spürst du eine klare kühle, ist die abdichtung schwach. Du kannst auch ein sehr leichtes papier an den rahmen halten; bewegt es sich, strömt luft. Alternativ zeigt der rauch eines räucherstäbchens strömungen zuverlässig an. Offenes feuer bitte nur mit großem abstand und niemals an geöffneten dosen verwenden; sicherheit geht vor.
Einfache lösungen zum abdichten
Zum glück ist das problem schnell und günstig zu beheben. Spezielle moosgummi- oder schaumstoffdichtungen für steckdosen, die zwischen einsatz und abdeckung liegen, kosten oft unter 10 euro pro stück. Wichtig ist das richtige vorgehen: strom am sicherungskasten ausschalten, abdeckung vorsichtig lösen, die dichtung sauber einlegen, wieder verschrauben. Feine fugen am rahmen kannst du mit silikon schließen; unregelmäßige spalten füllst du mit formbarer dichtmasse. Bei größeren lecks helfen luftdichte unterputzdosen oder ein dosen-wechsel im rahmen kleiner renovierungen.
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Mehr wärme für weniger geld
Wer steckdosen abdichtet, schließt eine oft übersehene schwachstelle der energieeffizienz. Schätzungen sprechen je nach gebäudezustand von 5 bis 10 prozent weniger heizbedarf, zusätzlich zu spürbar ruhiger luft im raum. Auf eine jahresrechnung von 1.300 euro gerechnet wären das 65 bis 130 euro ersparnis. Auch der alltag profitiert: weniger zug in sitznähe, wärmere wandoberflächen, weniger staub aus den leitungen. Kleine maßnahmen, klare wirkung – und du hast die temperatur wieder dort, wo sie hingehört: in deinem wohnzimmer.





