Wenn es draußen friert, wandern in vielen deutschen Wohnungen die kleinen Heizlüfter an die Steckdose. Der Gedanke ist naheliegend: punktuell wärmen, Strom sparen. Tatsächlich kann genau dieses Reflexverhalten die Rechnung nach oben treiben und die Sicherheit im Haushalt belasten. Warum das so ist und wie sich der Komfort ohne böse Überraschungen sichern lässt, zeigt ein einfacher Grundsatz für den Alltag.
Zusatzheizung: Häufiger Fehler treibt Kosten in die Höhe
Die Temperaturen sinken, die Rechnungen steigen, und viele greifen zur Zusatzheizung. Ein kleiner Heizlüfter im Bad, ein Radiator im Homeoffice, schon scheint der Abend gerettet. Klingt vernünftig? Genau hier entsteht oft der teure Irrtum: Geräte laufen zu lange, manchmal parallel in mehreren Räumen, und verwandeln Komfort in hohe Stromkosten. Wer die Zusatzheizung wie eine Mini-Heizung behandelt, zahlt am Ende drauf. Besonders in Deutschland, wo Strompreise schwanken, summieren sich Stunden schnell zu Beträgen, die im Haushaltsbudget deutlich spürbar sind.
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Warum Zusatzheizungen nicht immer effizient sind
Elektrische Zusatzheizungen wandeln Strom 1:1 in Wärme. Das ist einfach, aber selten günstig. Zentralheizungen arbeiten langfristig effizienter, weil sie besser gedämmt versorgen und Wärme gleichmäßiger verteilen. Eine Zusatzheizung mit 2.000 W verbraucht in 5 Stunden 10 kWh. Bei 0,30 euro/kWh sind das rund 3 euro pro Tag. Über 90 Tage kommen bereits 270 euro zusammen, mit 2 Geräten entsprechend 540 euro. Läuft der Radiator 8 Stunden, steigt die Rechnung spürbar. Effizienz entsteht daher weniger durch Leistung als durch kluge Nutzung im richtigen Moment.
Sicherer und wirtschaftlicher Umgang mit Zusatzheizungen
Die einfache Regel verhindert Kostentreiber: Ein Gerät, ein Raum, begrenzte Zeit. Schalte die Zusatzheizung nur dort ein, wo du dich wirklich aufhältst. Peile eine Raumtemperatur von 19 bis 20 °C an und stelle das Gerät danach aus. Türen schließen, Zugluft vermeiden, Teppich ausrollen – kleine Maßnahmen halten die erreichte Wärme. Nutze eingebaute Thermostate oder eine Zeitschaltuhr, statt das Gerät stundenlang durchlaufen zu lassen. Für punktuelle Wärme eignen sich zudem Heizkissen oder Infrarotpaneele an kalten Sitzplätzen, die weniger Raumluft, dafür gezielt Körperflächen erwärmen.
Gefahren unsachgemäßer Nutzung
Fehler beim Betrieb sind nicht nur teuer, sondern riskant. Gasbetriebene Geräte können Kohlenmonoxid freisetzen, elektrische Modelle Steckdosen überlasten. Achte auf regelmäßige Lüftung, Abstand zu Textilien und eine feste Wandsteckdose.
- Niemals unbeaufsichtigt oder über Nacht laufen lassen.
- Keine Mehrfachsteckdosen, sondern eigene Wandsteckdose nutzen.
- Mindestens 50 cm Abstand zu Vorhängen, Möbeln und Papier.
- Gasgeräte nur in gut belüfteten Räumen betreiben; täglich 5–10 Minuten lüften.
- Staubfilter und Lamellen sauber halten, um Überhitzung zu vermeiden.
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Tipps für langfristige Heizkostenersparnis
Wer dauerhaft sparen will, setzt bei der Basis an. Programmierbare Thermostate regeln die Temperatur, wenn du nicht zu Hause bist. Dichtungen an Fenstern und Türen, entlüftete Heizkörper und ein moderat gesenkter Vorlauf der Zentralheizung verbessern den Wirkungsgrad. Abends Vorhänge schließen, Heizflächen nicht zustellen, Wärmebrücken abdichten – so arbeitest du mit der Heizung, nicht gegen sie. Prüfe zudem deinen Stromtarif und messe Verbräuche mit einem Zwischenzähler. So wird sichtbar, welche Gewohnheiten teuer sind – und welche dich warm halten, ohne am Monatsende zu überraschen.





