Badematten halten Fliesen trocken und geben Halt, werden aber oft falsch behandelt. Viele landen kurzerhand mit der übrigen Wäsche in der Maschine, praktisch scheint das, riskant ist es trotzdem. Die Folgen reichen von verzogenen Gummirücken bis zu rappelnden Trommeln, im schlimmsten Fall leidet die ganze Waschmaschine. Es gibt bessere Wege, die gründlich reinigen und Geräte schonen.
Badematten: Mehr als nur ein Accessoire
Badematten sind mehr als Deko. Sie geben Halt, dämpfen den Schritt und fangen Spritzwasser ab. Gerade in kleinen Bädern senken sie das Risiko von Stürzen spürbar. Die dichten Fasern schlucken Feuchtigkeit und schaffen ein angenehm warmes Gefühl nach der Dusche. Viele werfen ihre Matte dennoch routiniert in die Waschmaschine. Klingt praktisch, oder? Der scheinbar naheliegende Weg birgt jedoch handfeste Risiken für Matte und Gerät.
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Entscheidend ist, wie Badematten konstruiert sind. Viele Modelle besitzen eine Gummiunterseite für Rutschfestigkeit, andere besonders dicke, saugfähige Florhöhen. Beides reagiert empfindlich auf mechanische Belastung, Hitze und hohe Schleuderdrehzahlen. Wer hier unbedacht wäscht, verschleißt Materialien schneller, als es nötig wäre – und riskiert teure Folgeschäden.
Warum Waschmaschinen Badematten schaden können
Eine vollgesogene Matte wiegt deutlich mehr als ein Bündel trockener Handtücher. In der Trommel führt das zu Unwucht, vor allem beim Schleudern. Die Folge sind starke Vibrationen, wandernde Geräte und Belastungen für Lager, Stoßdämpfer und Trommelaufhängung. Selbst robuste Maschinen mögen das auf Dauer nicht.
Hinzu kommt die Rückseite: Weichmacher können sich bei Wärme lösen, Gummi kann reißen oder klebrige Partikel abreiben. Diese Rückstände setzen sich in der Pumpe oder im Flusensieb fest und sorgen für Fehlermeldungen, schlechten Abfluss oder Geruch. Auch die Matte leidet: Fasern verfilzen, der Flor verliert Volumen, Kanten wellen sich. Das Ergebnis ist eine weniger sichere, weniger schöne Matte.
Schonende Alternativen zur Mattenpflege
Die sicherste Methode bleibt Handwäsche. Fülle eine Wanne mit warmem Wasser, löse ein mildes Waschmittel auf und ergänze bei Bedarf Percarbonat für hygienische Frische. Drücke die Matte mit flachen Händen mehrmals unter Wasser, ohne zu wringen. Nach 15 bis 20 Minuten gründlich ausspülen, bis das Wasser klar ist.
Für schwere oder empfindliche Matten lohnt sich ein professioneller Service. Reinigungen arbeiten mit passenden Trommelgrößen und kontrollierten Temperaturen. Wer lieber zu Hause bleibt, kann die Matte im Freien ausklopfen und punktuell mit Seifenlösung behandeln. Wichtig ist ein regelmäßiger Rhythmus: Spätestens alle 2 Wochen reinigen, damit sich Keime und Gerüche gar nicht erst festsetzen.
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Pflegehinweise für langlebige Badematten
Lüfte die Matte nach jeder Dusche aus. Hänge sie über den Badewannenrand oder auf einen Stab, damit beide Seiten trocknen. Stauende Feuchtigkeit ist der Hauptgrund für Stockgeruch und Materialmüdigkeit. Räume die Matte erst zurück, wenn sie vollständig trocken ist.
Wenn du ausnahmsweise die Maschine nutzt, dann nur mit Schonprogramm: maximal 30 Grad, niedrige Schleuderdrehzahl, Wäschenetz und viel Platz in der Trommel. Wasche die Matte allein oder mit 1 bis 2 leichten Teilen, kontrolliere das Flusensieb danach und verzichte auf den Trockner. Für die meisten Modelle bleibt Handwäsche dennoch die beste Wahl – sie erhält Griff, Form und Rutschfestigkeit deutlich länger.





